Spuren der Eiszeit in Thüringen

Bei Grabungen in den 1950er Jahren wurde der Lagerplatz eiszeitlicher Wildpferdjäger entdeckt ...

Wildpferdjäger am Kyffhäuser

Drei Hütten, einen Wandschirm, unzählige Feuersteingeräte und mehr als 2000, von Wildpferden stammende Skelettreste…

Diesen bedeutenden archäologischen Schatz entdeckte 1955/56 der Prähistoriker und frühere Direktor des Museums für Ur- und Frühgeschichte Thüringens, Günter Behm Blanke, auf einem Lößhang südlich des Kyffhäusergebirges. Die Grabungen auf dem sogenannten Kosackenberg beförderten den magdalénienzeitalterlichen Zeltplatz eines Wilpferdjägerlagers zutage, das hier  im Weichselglazil gegen Ende der Eiszeit bestanden hat. 

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Blick auf die Fundstelle des eiszeitlichen Lagerplatzes der Wildpferdjäger

Die Wanderung entlang der archäologischen Fundstellen lässt sich mit der Besichtigung passender Exponate im nahe gelegenen Regionalmuseum Bad Frankenhausen verbinden.

Literatur

Behm-Blanke, G. 1956:  Magdaleniénzeitliche Zeltplätze eines Wildpferdjäger-Lagers im Kyffhäusergebiet bei Bad Frankenhausen (Ausgrabungen und Funde 1) Berlin 1956, S. 262-266.

Feustel, R. 1977: Das Fundmaterial aus der Wildjägerstation Bad Frankenhausen, Alt-Thüringen 14, S. 25-29, Weimar.

Küssner, M. 1998.: Die Oberflächenfunde von der jungpaläolithischen Freilandstation Bad Frankenhausen, Kosackenberg, Alt-Thüringen 32, S. 7-97, Weimar.

Steiner, W. 1977: Zur geologischen Situation der Wildjägerstation unterhalb des Kosakenberges bei Bad Frankenhausen, Alt-Thüringen 14, S. 11-24, Weimar.

Teichert, M. 1971: Die Knochenreste aus der Wildjägerstation Bad Frankenhausen, Alt-Thüringen 11, S.  227-234, Weimar.

 

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